Von den vielen Spamnachrichten, die mich bisher erreicht haben, stach vor einiger Zeit eine heraus, die ich hier einmal in gekürzter Form wiedergeben will, da ich sie bemerkenswert fand (siehe unten):
„Lieber Schachfreund, ich bin selbst begeisterter Schachspieler und weiß aus eigener Erfahrung, dass nach einiger Spielzeit die Konzentration nachlässt und somit unnötige Fehler gemacht werden. Und dies wird ja mit zunehmendem Alter nicht besser. Ich habe nunmehr ein Produkt aus Amerika entdeckt mit dem Namen „BRAIN“. BRAIN ist ein Spray, welchen man nach Bedarf unter die Zunge sprüht und dadurch eine sofortige Wirkung eintritt im Sinne eine besseren Konzentration und Gehirnfunktion. Dies ist ideal für die Konzentration beim Schachspielen und kann vollkommen risikolos ausprobiert werden. […] Beste Grüße und viel Erfolg bei der Anwendung […] PS: Bitte geben Sie diese Info an Ihre Klubmitglieder weiter, weil dadurch bessere Spielergebnisse für den Verein erzielt werden.„
Bemerkenswert finde ich, dass hier offenbar ganz unverblümt für Doping oder zumindest eine Art Doping geworben wird. Ob das beworbene Produkt tatsächlich juristisch unter Doping fällt, hängt wohl davon ab, ob es zu den verbotenen Substanzen der NADA zählt. Das habe ich jetzt nicht geprüft, aber selbst wenn das Produkt legal sein sollte, halte ich den dahinterstehenden Geist für – gelinde gesagt – mehr als fragwürdig. Das Angebot war offenbar ernst gemeint und nicht nur ein simpler Phishing-Trick, da noch konkrete Produktinformationen und Kontaktdaten eines tatsächlich existierenden Schachspielers angegeben waren (die habe ich jetzt beide nicht veröffentlicht). Es bleibt zu hoffen, dass nicht allzu viele Spieler auf dieses nicht ganz billige Angebot eingehen (1 Spray für 26 €) – wobei ich die angepriesene Wirkung auch anzweifeln würde.
In der gestrigen 10. Runde der Landesliga gegen den Elmshorner SC ging es für die Erste darum, den vielleicht letzten Strohhalm in Richtung Klassenerhalt in Reichweite zu behalten. Durch glückliche Umstände konnten wir dieses Unterfangen in unserer besten Aufstellung der Saison angehen. Um nicht durch Ballsportler evtl. gestört zu werden, waren wir sicherheitshalber auch in die Aula der Gemeinschaftsschule ausgewichen, sodass wir frohen Mutes in die Partien gingen. Die Stellung links stammt dabei aus der Partie an Brett 1, Weiß spielte 1. Sfxh5: Wie sollte Schwarz hierauf reagieren? Lösung siehe unten.
